Dezember 2016

 

Inhalt

 

Bischof Heinz-Josef Algermissen:

„Der Grundwasserspiegel des Glaubenswissens sinkt erschreckend“

 

Diakon Raymund Fobes:

Eine kleine Herde mit großer Kraft

 

P. Dr. Andreas Hirsch FSSP:

Wonach sich alle sehnen: Gerechtigkeit

 

Gerhard Stumpf:

Reformer und Wegbereiter in der Kirche: Pierino Galeone

 

Paula von Ketteler:

Vision für Europa

 

Ein Kommentar von Bernhard Mihm

Ehe für Alle?

 

Prof. Dr. Hubert Gindert:

Katholische Inseln im entchristlichten Tschechien

 

Jürgen Liminski:

Ideologie der Gleichschaltung

 

Prof. Dr. Hubert Gindert:

Auf den neuen politischen Messias warten große Aufgaben

 

Aktuell: August 2017

prof dr hubert gindert

Liebe Leser,

 

wir leben in der Zeit nach Pfingsten. Die liturgische Farbe der Kirche ist wieder das Grün. Entscheidend ist aber nicht die Farbe, sondern der Geist. Leben wir von Pfingsten her? Petrus hat am Pfingsttag keine nette Rede an die Menge der damals bekannten Welt gehalten. Er hat sie vielmehr mit dem Auferstandenen konfrontiert „den ihr ans Kreuz geschlagen und aus dem Weg geschafft habt“ (Apg 2,24). Den Fragenden rief er zu: „Kehrt um und jeder lasse sich auf den Namen Jesu taufen … und ihr werdet den Heiligen Geist empfangen.“ Auf diesen Geist kommt es an, überall, damals und heute!

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Glaubenszeugnis

 

Wilhelm von Pechmann – der konsequente Freiherr

 

Wer im 20. Jahrhundert lebte, konnte nicht übersehen, dass die Haltung der katholischen und der evangelischen Kirche zum Nationalsozialismus grundverschieden war. Während Kardinal Faulhaber in seinen Adventspredigten 1933 die sittlichen Werte des Judentums pries und die nationalsozialistische Weltanschauung in der Silvesterpredigt 1933 als unwissenschaftlich und menschenfeindlich darstellte, verfielen die evangelischen Pastoren mit jüdischen Wurzeln einer doppelten Verfolgung. Sie wurden sowohl vom nationalsozialistischen Staat als auch von weiten Teilen der evangelischen Kirche verfolgt. Darunter litt der Präsident der Evangelischen Landessynode in Bayern Wilhelm Freiherr von Pechmann, weil er am Liebesgebot Christi festhielt. Er dachte zwar patriotisch, aber nicht nationalistisch. Die Menschenrechte durften seiner Überzeugung nach weder national noch rassisch beschränkt werden, sondern müssten universal gelten.

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